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Verfahren zur einheitlichen Bewertung des Tragwerks von Windenergieanlagen für den Weiterbetrieb

| Kooperationspartner | Rheinisch-westfälische technische Hochschule Aachen (RWTH), Center for Structural Concrete Physics (CSCP) H + P Ingenieure GmbH Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb) |
|---|---|
| Assoziierte Partner | Alterric gmbH Deutsche WindGuard GmbH ENERCON GmbH Bundesverband WindEnergie e.V. |
| Laufzeit | 05/26 - 04/29 |
| Mittelgeber | Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BmWE) |
| Projektträger | Forschungszentrum Jülich GmbH |
| Förderprogramm | 8. Energieforschungsprogramm |
| Ansprechpartner | Til Lux |




Motivation und Zielsetzung
Tragwerke von Onshore-Windenergieanlagen (WEA) werden meist für eine Betriebsdauer von 20 Jahren genehmigt. Ein Weiterbetrieb über diesen Zeitraum hinaus ist technisch möglich, allerdings existiert für den Nachweis des Weiterbetriebs kein allgemein akzeptiertes Verfahren. Gesamtziel des Projektes ist es, ein dreistufiges Verfahren zur einheitlichen Bewertung der Tragwerke von WEA für den Weiterbetrieb zu entwickeln. Durch einheitliche und erweiterte Regelungen soll das Vorgehen in der Praxis vereinfacht, die Qualität der Nachweise entscheidend verbessert und durch Ausschöpfen der Reserven in der Tragstruktur die Betriebsdauer verlängert werden.
Untersuchungen
Der Lehrstuhl Massivbau der TU-Dortmund (LMb) ist als Projektkoordinator für einen reibungslosen und zeitgerechten Ablauf verantwortlich und übernimmt die Planung der Projekttreffen, das Zeitmanagement sowie die Schnittstellenkoordination zwischen Arbeitspaketen und Projektbeteiligten. Neben den administrativen Aufgaben beschäftigt sich das Teilvorhaben der TU-Dortmund vor allem mit der zuverlässigkeitstheoretischen Bewertung von Onshore-WEA, die für die Stufen 2 und 3 von zentraler Bedeutung sind. In Stufe 2 sollen reduzierte Teilsicherheitsbeiwerte für das entwickelte Nachweisformat abgeleitet werden, um den Nachweis einer größeren Resttragfähigkeit für das geforderte Zuverlässigkeitsniveau zu ermöglichen, während für Stufe 3 ein vollprobabilistisches Nachweisformat entwickelt werden soll. Ein weiterer zentraler Aspekt des Teilvorhabens ist die Herleitung von Übertragungsfunktionen, mit der sich SCADA-Daten in Windgeschwindigkeiten und letztlich in eine Beanspruchung in der Tragstruktur überführen lassen. Die Basis für die Herleitung der Übertragungsfunktion bilden die umfangreichen Messungen an repräsentativen Onshore-WEA, die im Rahmen des Teilvorhabens der Fa. H + P Ingenieure durchgeführt wird. Mit den Übertragungsfunktionen soll der standort- und anlagenspezifische Nachweis der Resttragfähigkeit ermöglicht werden.
